Das sagt die Presse über die POPEN:

 
  • "DIE GROBEN POPEN. Machen die punkrockenden Pfarrer so weiter, wird sie noch der Teufel holen". (Playboy)
  • "Drei Punks für ein Halleluja. Nürnberger Pfarrer lassen es als Musiker richtig krachen und begeistern damit zwar Kids für die Kirche, aber nicht unbedingt die Kirche für den Krach". (Süddeutsche Zeitung)
  • "Lutheran punks rock the German establishment" (The Sunday Times)
  • "Frecher Aufzug und vorwitzige Lyrik - viele Gläubige sind verprellt, die Kirchenoberen empört". (Die Welt)
  • "DIE GROBEN POPEN aus Nürnberg sagen ja zu Jesus, aber auch zu Sex und zu soften Drogen. Das ökumenische Trio liegt deswegen im Clinch mit der evangelischen Kirche". (taz)
  • "Bei dieser Band spielen zwei echte Pfarrer. Und das tun sie ohne perfide missionarische Hintergedanken" (Hammer)
  • "Auf alles gefaßt. Über das Video zum Debütalbum ‚Die Erste', das die evangelische Kirche in Bayern verärgert". (Der Spiegel)
  • "Früher rösteten wir Hexen, heute rösten wir Roster" (Allgemeiner Anzeiger Gera) 
 
 

am 22.12.1999 in Nürnberg

Erneut Ärger um "Die Groben Popen"? Anwohner aus der Worzeldorfer Hauptstraße werden der Rockband Tierquälerei vor. Anlass war ein Konzert im ehemaligen Casino des Reitstalls kurz vor Weihnachten. Hartmut Thumser, evangelischer Pfarrer in Worzeldorf und Gitarrist der Band, weist die Kritik zurück. Alles sei ordnungsgemäß und mit Genehmigung der Beteiligten über die Bühne gegangen.

Das Rock-Trio, bestehend aus Pfarrer Thumser, dem ehemaligen Religionslehrer Ernst Cran (Bass) und Produktmanager Michael Konrad (Schlagzeug) hatte schon zu Beginn seiner Karriere als erste Pfarrer-Band für Furore und Ärger gesorgt. In einem Video-Clip zur Debut-CD ("Iss das Brot, trink den Wein") sprangen Thumser und Cran zum Verdruss ihrer Vorgesetzten im Talar über den Kirchenaltar.
Die Einladung zum Konzert bei "Erol" in der Kneipe "Am Alten Kanal", zwei Tage vor Weihnachten, verhieß ebenfalls nichts Gutes. Zumindest aus Sicht der Nachbarn. "Die Groben Popen" luden darin zu ihrem persönlichen Dreikönigstreffen mit lauten Klängen und frechen Tönen ein. Versprochen wurde ein Abend ganz in der Tradition der Popen: Die leibhaftigen "Heiligen Drei Könige" werden auf der Bühne erscheinen. Einer aus der Band hat leider die Verliererkarte gezogen und muss den Neger machen ...". Ansonsten werde man den kleinen Saal nicht nur zum Kochen, sondern zum "Atomisieren" bringen.
Es sei denn, so heißt es im ironisch provokativen Pressetext weiter, auch dieses Konzert werde wie das im letzten Jahr sicher vorzeitig beendet. Entweder von der Polizei, weil sich Anwohner beim "heute-journal" gestört fühlen, oder vom Tierarzt, "der die einen Stock unter der Kneipen dösenden zuckerkranken Stuten vor dem Kreislaufkollaps retten muss!".
Dies sei sehr verharmlosend, meint Nachbar Günther Hamperl, der wegen der Veranstaltungen in der Kneipe, dem ehemaligen Reiter-Casino, seit Jahren Klage bei der Stadt und der Polizei führt. Die im Erdgeschoss eingestellten Pferde würden in ihren Boxen durch den "Rockmusik-Lärm" geradezu verrückt und stoßen mit den Hufen gegen die Wände. Das könne doch wohl nicht im Sinne des Tierschutzes sein. Die "Popen", so Hamperl in seinen Briefen an das städtische Ordnungsamt und die Polizei-Inspektion-Süd, sollten in Wirtshaus-Sälen oder in Kirchweihzelten auftreten, nicht aber in einem Reitstall.
Alles halb so wild, beschwichtigt Pfarrer Thumser. Man habe natürlich mit dem Reitstallbesitzer vorher alles besprochen, die Kritik sei unangebracht. Bassist Ernst Cran: Um 22 Uhr ist das Konzert zu Ende gewesen, weil da "unsere Lizenz zum Krachmachen" auslief. Und die Pferde? Cran sarkastisch: "Von denen war an dem Abend kein Laut zu hören. Wahrscheinlich schon prophylaktisch notgeschlachtet. Es gibt mir zu denken, dass bei ‚Erol' nach unserem Konzert die Currywurstpreise gesunken sind ..."
Übrigens: Fürs nächste Jahr haben die "Popen" erneut ein Gastspiel im Worzeldorfer Reiter-Casino geplant. Dann wollen die eventuell ihre zweite CD vorstellen. Falls sich bis dahin ein Produzent oder Sponsor findet.

Nürnberger Anzeiger, 29.12.1999

 
 

am 22.09.2000 in Gera

 
 
 

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